Franzis Backstube

Hochzeitstorte

Im August diesen Jahres hat der beste Freund meines Mannes geheiratet und ich hatte die ehrenvolle Aufgabe, dem Brautpaar eine selbstgemachte Hochzeitstorte zu backen.

Die beiden ließen mir ziemlich freie Hand für die Gestaltung der Torte. Hier habe ich mich vor allem an Ihrem Farbschema – Grau, Türkis, Rosa – sowie am Brautstrauß orientiert und auch bei den Füllungen für die drei Etagen hatten wir schnell ihre Lieblingsgeschmackssorten herausgefunden. Die oberste Etage bestand aus einem Schokoladentortenboden mit einer Snickers Füllung, die mittlere Etage aus einem hellen Tortenboden mit Kokosbuttercreme á la Raffaelo, gefüllt mit einer Himbeer-Fruchteinlage, und die unterste Etage bestand aus einem hellen Tortenboden mit einer Erdbeerbuttercreme.

Da eine Hochzeitstorte einer wirklich guten Planung bedarf, beschreibe ich euch in einem genauen Zeitplan, wie ich die Torte gebacken habe. Da die Hochzeit an einem Samstag stattfand und die Trauung bereits am Vormittag war, musste die Hochzeitstorte am Freitagabend fertig sein und zur Location transportiert werden (Wegzeit eine Stunde, aber dazu nachher mehr 😉 ).

Tag 1

Tortenboden für die 1. Etage (Ø30cm)

AnzahlZutat
18 ELMehl
18 ELSonnenblumenöl
18 ELZucker
18 ELMilch
6 TLBackpulver
6Eier

Tortenboden für die 2. Etage (Ø25cm)

AnzahlZutat
16 ELMehl
16 ELSonnenblumenöl
16 ELZucker
16 ELMilch
5 TLBackpulver
5Eier

Tortenboden für die 3. Etage (Ø20cm)

AnzahlZutat
8 ELMehl
4 ELKakao
12 ELSonnenblumenöl
12 ELZucker
12 ELMilch
4 TLBackpulver
4Eier

Für die Tortenböden jeweils Zucker und Eier einige Minuten zu einer schaumigen Masse verrühren. Anschließend den Mixer auf niedrigste Stufe stellen und vorsichtig Milch und Öl hinzugeben. Zuletzt Mehl, Backpulver und für die dritte Etage zusätzlich Kakaopulver unterrühren. Die Teigmasse nun in einer gut gefetteten Form gleichmäßig verteilen und bei 180 Grad alle drei Böden je ca. 1:30h backen. Nach der Hälfte der Zeit den Boden am besten mit Backpapier abdecken damit er nicht zu braun wird. Mit der Stäbchenprobe geht ihr auf Nummer sicher, ob die Böden auch wirklich durchgebacken sind.

Wie man auf den Bildern erkennen kann, habe ich Handtuchstreifen auf die Backformen zugeschnitten, nass um die Form gewickelt und mit Sicherheitsnadeln festgesteckt, damit die Böden gleichmäßig hoch backen. Erst hatte ich nicht wirklich daran geglaubt, dass es funktioniert, aber in der Tat sind die Böden dadurch gleichmäßiger gebacken als sonst. Ihr müsst nur aufpassen, dass die Handtuchstücke nicht überlappen.

Dulce de Leche

AnzahlZutat
1 DoseKondensmilch (gezuckerte, z.B. von Milchmädchen)
2Einweckgläser

Dulce de Leche dient als Karamellcreme für die Snickers Füllung der dritten Etage. Hierfür teilt ihr die gezuckerte Kondensmilch auf zwei saubere Einweckgläser auf. Legt einen Topf mit einem alten Geschirrtuch aus, stellt die Einweckgläser hinein und gießt heißes Wasser bis zum Deckelrand in den Topf. Anschließen das Wasser zum Kochen bringen und zwei Stunden lang zugedeckt köcheln lassen, bis die Dulce de Leche karamellfarben ist. Zwischendurch müsst ihr immer mal ein wenig Wasser nachgießen, sodass das Wasser immer bis zum Deckelrand steht.

Die Dulce de Leche könnt ihr auch schon einige Tage vorher zubereiten. Im Kühlschrank hält sie sich meiner Erfahrung nach sogar einige Monate und schmeckt auch gut als Brotaufstrich.

Himbeer-Fruchteinlage

AnzahlZutat
500 gHimbeeren (frische oder alternativ aufgetaute TK Himbeeren)
200 mlWasser (oder Himbeersaft)
1 PäckchenSofortgelatine

Da ich mit der Zubereitung für die Hochzeitstorte ja bereits einige Tage vor der Hochzeit angefangen habe, konnte ich für die Füllung keine frischen Früchte verwenden. Durch den Einsatz von Fruchteinlagen hat man eine super Alternative zu frischen Früchten. Das Rezept für die Fruchteinlage habe ich von Sallys Rezepte-Blog. Allerdings habe ich im Supermarkt kein Agar-Agar bekommen und habe deshalb Sofortgelatine verwendet.

Als erstes püriert ihr die Himbeeren. Dann die Himbeermasse mit dem Wasser 10-15 Minuten bei niedriger Hitze einkochen lassen. Anschließend, um die Kerne zu entfernen, durch ein Sieb in eine neue Schüssel umfüllen und die Sofortgelatine gut unterrühren.

Da ich die Himbeer-Fruchteinlage für die zweite Etage mit einem Durchmesser von 25cm verwendet habe, habe ich zwei Schichten mit einem Durchmesser von 20cm angefertigt. Hierfür habe ich je zwei 20cm Springformen mit Klarsichtfolie auf einen Teller gestellt und die Masse darauf aufgeteilt. Das Ganze lasst ihr dann ganz einfach im Kühlschrank bis zum nächsten Tag abkühlen und fest werden.

Erdbeerpudding

AnzahlZutat
1 kgErdbeeren (frische oder aufgetaute TK Erdbeeren)
2 PäckchenPuddingpulver
200 gZucker

Für die Erdbeerbuttercreme bereitet ihr am ersten Tag den Erdbeerpudding zu. Hierfür die Erdbeeren pürieren und ggf. durch ein Sieb streichen um die Kerne zu entfernen. 1l des Erdbeerpürees abmessen und in einen Kochtopf geben.

In einer separaten Schüssel Puddingpulver mit dem Zucker verrühren und mit ca. 8 EL des Erdbeerpürees verrühren.

Das Erdbeerpüree im Kochtopf zum Kochen bringen, kurz vom Herd nehmen und das Puddingpulver-Zucker-Erdbeergemisch unterrühren. Den Erdbeer-Pudding noch einmal kurz aufkochen lassen bis er andickt, vom Herd nehmen, direkt mit Klarsichtfolie abdecken, sodass sich keine Haut bilden kann, und bis zum nächsten Tag kühl lagern.

Am zweiten Tag habe ich die einzelnen Etagen gefüllt, daher bitte nicht vergessen an Tag 1 die Butter aus dem Kühlschrank zu legen. 😉

Tag 2

Füllung der 1. Etage: Erdbeerbuttercreme

AnzahlZutat
1Butter
1Tortenboden (Ø30cm)
500 gButter
2 PortionenErdbeerpudding
4Tortenstützen

Für die Erdbeerbuttercreme Butter einige Minuten schaumig schlagen. Dann löffelweise den Erdbeerpudding hinzugeben und so lange verrühren, bis eine homogene Buttercreme entsteht.

Anschließend den Tortenboden mit einem scharfen Messer oben etwas begradigen und mit dem Messer oder einem Tortenbodenteiler in drei gleich hohe Böden schneiden. Einen Klecks der Buttercreme auf das Cakeboard verstreichen und den untersten Boden mittig darauf setzen.

Nun die Hälfte der Erdbeerbuttercreme gleichmäßig auf die unterste Schicht verteilen, den zweiten Boden mittig darauflegen und den Rest der Buttercreme wieder darauf verteilen.

Da die Hochzeitstorte drei Etagen hatte und natürlich dadurch die untersten zwei Etagen ein extrem hohes Gewicht tragen mussten, habe ich Cakecards und Tortenstützen in der Torte verbaut. Dadurch bleibt die Torte auch bei längerem Transportwegen stabil.

Als erstes steckt ihr vier Stützen so in den Boden, dass die Cakecard darauf aufliegen kann und davon gestützt wird. Hierfür legt ihr die Cakecard am besten kurz auf den Boden und messt so ab, wo ihr die Stützen platzieren müsst.

Nun bei den Stützen mit Hilfe eines Stiftes die Schnittstelle markieren und zum Zuschneiden am Besten noch einmal herausziehen. Die Stützen sollten übrigens genauso hoch sein wie die gesamte untere Etage und nicht zu viel aus dem Boden herausragen.

Die mit Erdbeerbuttercreme gefüllte untere Etage nun über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Füllung der 2. Etage: Kokosbuttercreme und Himbeer-Fruchteinlage

AnzahlZutat
1Cakeboard (Ø35cm)
1Tortenboden (Ø25cm)
1Cakecard (Ø25cm)
750 gweiße Schokolade
300 mlKokosmilch
435 gButter
45 gPuderzucker
2 PrisenSalz
3 TLVanillepaste
100 gKokos-Aromapaste
4Tortenstützen
2Himbeer-Fruchteinlagen (je á 20cm)

Für die Kokosbuttercreme stellt ihr zunächst eine Ganache her. Hierfür die weiße Schokolade klein hacken, in einem Topf die Kokosmilch kurz aufkochen und über die Schokolade gießen. Die Ganache 5 Minuten stehen lassen, glatt rühren und ca. 30 Minuten abkühlen lassen (die Ganache darf nicht mehr warm sein!).

Butter, Puderzucker, Vanillepaste und Salz einige Minuten schaumig schlagen. Dann auf niedriger Stufe die Kokosganache unterrühren und anschließend einige Minuten auf hoher Stufe aufschlagen bis eine weiße, luftige Buttercreme entstanden ist. Da mir der Kokosgeschmack nicht genug war, habe ich unter die Creme noch Kokos-Aromapaste gerührt.

Im nächsten Schritt begradigt ihr den Tortenboden und schneidet ihn wieder in drei gleiche Teile. Verteilt einen Klecks der Kokosbuttercreme auf der Cakecard und gebt den untersten Boden darauf. Nun ein Viertel der Creme gleichmäßig auf den Boden verteilen, die Himbeer-Fruchteinlage in die Mitte legen und noch einmal ein Viertel der Creme darüber streichen. Dies wiederholt ihr mit dem anderen Boden.

Auch in dieser Etage werden wieder vier Tortenstützen verbaut. Steckt die Tortenstützen so in den Boden, dass eine 20cm Cakecard darauf aufliegen kann, markiert die Länge und schneidet sie zu.

Die 2. Etage nun auch über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Füllung der 3. Etage: Snickers

AnzahlZutat
1Tortenboden (Ø20cm)
1Cakecard (Ø20cm)
300 gErdnussbutter (creamy, ohne Stückchen)
150 gButter
200 gPuderzucker
30 mlMilch
6 ELDulce de Leche
150 gErdnüsse (gesalzene)

Zuerst bereitet ihr die Erdnussbuttercreme zu. Hierfür die Butter einige Minuten schaumig aufschlagen und nach und nach die Erdnussbutter hinzugeben. Nun abwechselnd den Puderzucker sowie die Milch unterrühren und noch ein paar Minuten weiter aufschlagen.

Anschließend die gesalzenen Erdnüsse in ein Sieb geben, kurz unter Wasser abspülen und abtropfen lassen.

Danach begradigt ihr den obersten Tortenboden und teilt ihn wieder in drei gleich Böden.

Gebt einen Klecks der Erdnussbuttercreme auf die Cakecard und legt den untersten Tortenboden darauf. Dann verstreicht ihr 3 EL der Dulce de Leche auf den Boden und gebt die Hälfte der Erdnüsse darauf. Nun noch die Hälfte der Erdnussbuttercreme darauf verteilen und den mittleren Boden drauf legen. Das ganze noch einmal mit der zweiten Schicht wiederholen und fertig ist die oberste Etage.

Die 3. Etage wieder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Tortenspitze

AnzahlZutat
1Spitzendekor-Matte
1 TüteSpitzendekor-Mix
n.b. graueLebensmittelpaste

Die 1. Etage habe ich mit einem Spitzendekor ummantelt. Hierfür habe ich mir eine Spitzendekor-Matte und einen speziellen Spitzendekor-Mix zugelegt.

Den Spitzendekor-Mix nach Packungsanleitung zubereiten, mit der grauen Lebensmittelpaste einfärben und dünn auf die Matte verstreichen. Anschließend bei ca. 80-100 Grad ca. 10 Minuten backen bis die Spitze durchgetrocknet ist und mit Hilfe eines Spatels vorsichtig aus der Matte herausdrücken. Ich habe vorsichtshalber 4 Spitzen-Streifen angefertigt.

Tag 3

Einstreichen der Hochzeitstorte mit einer Swiss Meringue Buttercreme

1. Etage

AnzahlZutat
12Eiweiß
500 gZucker
720 gButter
n.b. rosaLebensmittelpaste

Für die Swiss Meringue Buttercreme Eiweiß und Zucker in einer Schüssel über dem Wasserbad unter ständigem Rühren auf 60 Grad erhitzen. Anschließend mit dem Mixer solange aufschlagen, bis die Masse abgekühlt, fest und glänzend ist. Am besten funktioniert das mit einer Küchenmaschine.

Zuletzt noch die Butter nach und nach hinzugeben und so lange rühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.

Die 1. Etage der Torte nun dünn mit der Buttercreme einstreichen. Es ist nicht schlimm wenn die Creme nicht ganz ebenmäßig ist oder man den Kuchenboden durchsieht, da diese Etage später noch mit Rosen verziert wird

Allerdings solltet ihr darauf achten, dass die Torte gerade ist. Notfalls hilft hier auch mal eine herkömmliche Wasserwaage, um auf Nummer sicher zu gehen 😉

Den Rest der Creme nun aufteilen, eine Hälfte mit rosa Lebensmittelpaste einfärben und zwischenzeitlich alles noch einmal kühl stellen.

Wundert euch übrigens bitte nicht über den merkwürdigen Hintergrundwechsel bei den Bildern. Da es an diesem Tag so heiß war, bin ich kurzerhand samt Baustrahler und Tapeziertisch in den kühleren Keller umgezogen und habe dort weiter an der Torte gearbeitet. 🙂

2. Etage

AnzahlZutat
6Eiweiß
250 gZucker
360 gButter

Die Swiss Meringue Buttercreme erneut, wie oben beschrieben, zubereiten und die 2. Etage damit einstreichen. Um eine wirklich glatte Oberfläche zu erhalten, habe ich die 2. Etage zuerst dünn eingestrichen und dann noch einmal kurz in den Kühlschrank gestellt. Danach wieder dünn einstreichen und noch einmal kühl stellen. Das könnt ihr sooft wiederholen, bis ihr eine glatte Oberfläche habt. Bittet achtet auch bei dieser Etage darauf, dass sie gerade ist. Das unterstützt am Ende die Stabilität der Hochzeitstorte.

Ich hab am Schluss eine Winkelpalette genommen, in heißes Wasser getaucht, abgetrocknet und noch einmal über die gekühlte Creme gestrichen, um möglichst alle Dellen und Unebenheiten wegzubekommen. Anschließend die Torte nun noch einmal kurz in den Kühlschrank stellen.

3. Etage

AnzahlZutat
6Eiweiß
250 gZucker
360 gButter
n.b. türkisfarbeneLebensmittelpaste

Auch für die 3. Etage die Swiss Meringue Buttercreme wie beschrieben zubereiten und glatt einstreichen. Hierfür benötigt ihr allerdings nicht die gesamte Creme. Den Rest der Creme hälftig auf zwei Schüsseln aufteilen und einen Teil mit der türkisfarbenen Lebensmittelpaste einfärben. Diese dient später für die Verzierung mit Hortensien. Alles zunächst wieder kühl stellen.

Zusammensetzen und Verzierung der Hochzeitstorte

Im ersten Schritt, wird für die Verzierung der zweiten Etage die vorbereitete Tortenspitze vorsichtig mittig um den Rand legen. Die Spitze lässt sich auch sehr gut mit der Schere zuschneiden.

Durch die Feuchtigkeit der Creme haftet die Spitze sofort daran. Das ganze ist eine wirklich heikle Angelegenheit und erfordert viel Fingerspitzengefühl und ruhige Hände, da sie sehr dünn ist und sofort an der Creme klebt. Daher ist auch ein Korrigieren nach dem Anbringen sehr schwierig. Ich kann euch sagen, dass ich durch meine Aufregung und zittrigen Hände tatsächlich alle vorbereiteten Streifen gebraucht habe 😀

Ein kleiner Tipp am Rande: die Tortenspitze würde bei normaler, deutscher Buttercreme durch den enthaltenen Pudding Wasser ziehen und irgendwann vom Rand rutschen. Bei allen auch Fondant-tauglichen Cremes passiert dies nicht.

Nun werden die unteren zwei Etagen zusammengesetzt. Hierfür in die Mitte der 1. Etage noch einmal einen Klecks der Swiss Meringue Buttercreme verstreichen und die 2. Etage darauflegen. Anschließend habe ich noch ein wenig Creme in den Zwischenraum gespritzt und am Rand verstrichen, um die Cakecard zu verstecken und falls die Torte nach dem Aufsetzen nicht mehr ganz waagerecht ist, kann man sie so auch etwas ausgleichen.

Anschließend folgt die Verzierung der 1. Etage mit Buttercreme-Rosen. Hierfür die rosa Buttercreme an den inneren Rand eines Spritzbeutels mit Rosentülle streichen. In die Mitte weiße Buttercreme geben und anschließend um den Boden herum und auf den Rand Rosen spritzen.

Für die Verzierung der 3. Etage die türkisfarbene Buttercreme außen in einen Spritzbeutel mit der Wilton No. 2D Decorating Tip, Drop Flower Tülle streichen und in die Mitte die weiße Buttercreme geben. Anschließend rundherum am äußeren Rand Hortensien aufspritzen. Dazwischen habe ich mit der selben Methode noch zweifarbige Rosen gespritzt.

Die 3. Etage habe ich nicht zu Hause auf die Torte gesetzt, sondern erst vor Ort in der Location. Da der Transport 1h gedauert hat, wollte ich nicht riskieren, dass die hohe Torte in einer Kurve umstürzt.

Vor dem Transport habe ich beide Teile der Torte noch einmal im Kühlschrank durchkühlen lassen. Währenddessen hat mein Mann die Klimaanlage vom Auto auf niedrigste Temperatur gestellt und eine halbe Stunde lang runter kühlen lassen. Ich weiß, dass ist nicht gerade umweltfreundlich aber bei 30 Grad Außentemperatur im Sommer und einem so langen Transportweg hätte die Torte sonst keine Chance gehabt heil anzukommen.

Die unteren beiden zusammengesetzten Etagen haben wir in eine große Pappbox gestellt, die wir mit Kühlakkus ausgelegt und mit einem Handtuch bedeckt hatten. Die 3. Etage haben wir ganz normal in einer Tortenbox transportiert und die übrig gebliebenen Cremes vom Verzieren in einer Kühlbox. Ich habe auch einiges an Utensilien, wie. z.B. meine Winkelpalette, Messer usw. mitgenommen, um mögliche Schäden zu beseitigen.

In der Location habe ich dann im Kühlraum noch die oberste Etage auf die Torte gesetzte. Dafür wieder einen Klecks der weißen Swiss Meringue Buttercreme auf die Mitte der 2. Etage verteilen und den Boden drauf setzen. Anschießend habe ich noch einen Perlenrand rundherum gespritzt, was außerdem auch eine gute Möglichkeit ist, Unebenheiten zu verstecken 😉

Et violà, fertig war meine erste, selbst gebackene Hochzeitstorte. Als Fazit kann ich nur sagen: es war eine riesige Herausforderung, für mich als Hobbybäckerin eine Hochzeitstorte zu backen – aber die Freude des Brautpaars über die Torte und die Komplimente der Gäste waren die Mühe definitiv wert! 🙂